14.08.2005

IN DEN USA

Sprit-Preisvergleich boomt im Netz

Während die Rohölpreise und damit auch die Tarife an den Zapfsäulen zum Missmut aller schier unablässig steigen, macht nicht nur die Ölindustrie damit ein Geschäft.

Was noch vor zwei Jahren gerade in den USA nicht eben als die zwingende Online-Geschäftsidee erschienen wäre, erweist sich unter dem Ölpreis-Schock als genau richtig und zeitgemäß: ein Preisvergleichsportal für US-Autofahrer.

Mit Gasbuddy.com kann etwa der beruflich Autofahrende - und das sind zig Millionen Menschen täglich in den mobilitätswütigen USA - mühelos den billigsten Spritpreis in einer fremden Stadt eruieren.

50 Cent Preisunterschied

Für registrierte User steht ein Online-Adressbuch zur Verfügung, womit sich zum Beispiel die Tankstopps auf den üblicherweise langen Fahrstrecken planen lassen. Sinn macht das deshalb, weil die Preise doch erheblich differieren.

Ein paar Stichproben in der Datenbank von Gasbuddy ergeben, dass zwischen Billigstanbieter und dem Teuersten vor Ort üblicherweise um die 50 Cent pro Gallone [3,7854118 Liter] liegen.

170 amerikanische Städte und deren [im europäischen Sinne] weitere Umgebung sind bereits erfasst. Wie die ellenlangen Bestenlisten auf der Website zeigen, sind Tausende Freiwillige im Einsatz, die entlang der Highways die ausgeschilderten Spritpreise notieren.