Videoüberwachung wird aufgezeichnet
Noch in den Sommerferien beginnt dazu der Testbetrieb. Die Bilder aus den Überwachungskameras werden 48 Stunden lang abrufbar sein, wie Johann Ehrengruber, Sprecher der Wiener Linien, berichtet.
Aufgezeichnet werden ausschließlich Daten aus Fahrzeugen. Eine Speicherung der Videobilder aus den Stationen ist vorerst nicht geplant.
Zum Einsatz kommen im Testbetrieb eine U-Bahn-Garnitur der neuen Generation [so genannte V-Wagen] und ein mit Kameras nachgerüsteter "Silberpfeil", also der seit Jahren im Einsatz befindliche Standardzug. Die neue Garnitur hat Kameras bereits serienmäßig installiert.
Doch auch in der Straßenbahn wird das System getestet. Laut Ehrengruber ist geplant, zwei Beiwagen mit Kameras auszustatten. Was nicht im Verborgenen geschehen soll.
Seit 1. Jänner 2005 ist das neue Sicherheitspolizeigesetz in Kraft. Dieses bildet die gesetzliche Gundlage für den stärkeren Einsatz von Videoüberwachung in Österreich.
Mehr Videoüberwachung in der U-BahnÜberwachung wird ausgeweitet
Die Zukunft in Sachen Überwachung ist bei den Wiener Linien offen. Ob und wie viele Garnituren mit Kameras nachgerüstet werden, wird erst nach Auswertung der Testergebnisse entschieden.
"Die Videoüberwachung auszubauen, ist unser Ziel", sagte Johannes Rauch, Sprecher von Innenministerin Liese Prokop [ÖVP], am Freitag. Neben so genannten Hot Spots in Wien, soll das Videosystem auch in die Bundesländern ausgeweitet werden.
Nach der positiven Bilanz der Überwachung in der Shopping City Süd [SCS] und am Wiener Schwedenplatz, sei das Ziel nun, das System an weiteren "Hot Spots" der Kriminalität sowohl in Wien, als auch in den Bundesländern anzuwenden. Hierbei seien die Landeshauptstädte Graz und Innsbruck im Gespräch, so Rauch.
Neben den stationären Anlagen, wurden nun auch drei mobile Systeme erworben. Diese können auf Kfz montiert werden und sind somit beweglicher. In Wien sind laut Innenministerium Karlsplatz und Westbahnhof mögliche weitere Videoüberwachungsstandorte.
