19.07.2005

WELTWEIT

PC-Markt wächst über Erwartungen

Laut US-Marktforscher IDC haben die weltweit steigende Nachfrage und der Preiskampf zu dem unerwartet hohen Anstieg geführt.

Ein ähnlich hohes Plus, 16,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wurde laut IDC zuletzt annähernd im dritten Quartal 2000 mit 18,9 Prozent Wachstum erreicht.

Die Marktforscher von Gartner, die nach einer anderen Methode rechnen, sahen nur ein Wachstum von 14,8 Prozent. IDC hatte ein Wachstum von 12,3 Prozent prognostiziert, Gartner rechnete mit 12,8.

Billige Desktop-Rechner und Notebooks trieben den Markt im zweiten Quartal an, wobei das Wachstum mit über 20 Prozent vor allem in Asien, Europa und dem Mittleren Osten stattfand. In den USA wuchs der Markt um 11,7 Prozent.

Acer legt um 62 Prozent zu

Laut IDC zeigen die Zahlen, dass der Umstieg auf schnellere PCs und Notebooks in Europa oder den USA von der steigenden Nachfrage von noch unterversorgteren Ländern abgelöst wird. In Zukunft seien also weiter hohe Wachstumsraten möglich.

Gartner sieht allerdings mit dem Ende der Austauschwelle im zweiten Halbjahr 2005 auch härtere Zeiten auf die PC-Hersteller zukommen, da dann der Preisdruck aus etwa Asien oder dem Mittleren Osten steigen dürfte.

Im letzten Quartal konnte Marktführer Dell laut IDC seine Position noch weiter ausbauen. Dell legte mit einem Plus von 23,7 Prozent überproportional zu, die Nummer zwei Hewlett Packard gewann 16,3 Prozent.

Dell hält laut IDC nun einen Anteil von 19,3 Prozent, HP liegt mit 15,6 Prozent auf Platz zwei, Lenovo mit 7,6 Prozent auf Platz drei. Danach folgen Acer und Fujitsu-Siemens. Acer verzeichnete mit 62 Prozent von allen Anbietern das stärkste Wachstum.

Viel Umsatz, wenig Gewinn

Apple konnte seinen Anteil am US-Markt dank Produkten wie dem Mac mini innerhalb eines Jahres von 3,7 auf 4,5 Prozent ausbauen, so IDC weiter. Weltweit lieferte Apple 37 Prozent mehr Rechner aus.

Auch wenn die Absatzzahlen deutlich zulegen, die Margen der Hersteller vor allem von Massenware schrumpfen kontinuierlich. IBM hat deswegen sein PC-Geschäft an Lenovo verkauft un auch bei Hewlett Packard wird laufend über eine Ablösung der PC-Sparte spekuliert.