18.07.2005

Q2 2005

"Big Blue" beendet Gewinn-Blues

In den drei Monaten sei ein operativer Gewinn von 1,82 Milliarden Dollar [1,51 Mrd. Euro] oder 1,12 Dollar je Aktie einschließlich aller Wandelrechte verdient worden, teilte die Firma nach US-Börsenschluss mit.

Darin seien jedoch nicht die Auswirkungen des umfangreichen Stellenabbaus, der Verkauf des PC-Geschäfts und die Beilegung des Rechtsstreits mit dem Softwarekonzern Microsoft berücksichtigt.

Der Verkauf des PC-Geschäfts per 1. Mai, das damit noch einen Monat lang zum Umsatz beitrug, sorgte auch für den geringeren Umsatz von 22,3 Mrd. Dollar.

Um diesen Sondereffekt bereinigt wurde ein Umsatzwachstum von sechs Prozent erreicht, so IBM weiter.

Großer Umbau bei IBM

Der Gewinn ohne Sonderposten belief sich auf 1,85 Milliarden Dollar bzw. 1,12 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit durchschnittlich 1,03 Dollar Gewinn je Aktie und einem Umsatz von 21,9 Mrd. Dollar gerechnet.

Der Verkauf der PC-Sparte brachte 1,1 Mrd. Dollar, die Umstrukturierungen schlugen mit 1,7 Mrd. Dollar zu Buche. Die Einigung mit Microsoft brachte 775 Mio. Dollar.

Die Dienstleistungssparte Global Services verzeichnete eine Umsatzsteigerung von sechs Prozent auf zwölf Mrd. Dollar, die Software-Sparte wuchs um zehn Prozent auf 3,8 Mrd. Dollar.

IBM-Aktien legten nachbörslich drei Prozent auf 84,49 Dollar von 81,81 Dollar bei Schluss der Wall Street zu.

IBM wird im Zuge einer weit reichenden Restrukturierung um 1500 Stellen mehr als noch im Mai bekannt gegeben wurde streichen. 70 Prozent der insgesamt 14.500 Stellen werden in Europa wegfallen, gab der IBM-Finanzchef am Montag bekannt. Österreich ist vom Jobabbau nicht betroffen.

Österreich sei für IBM ein relativ kleines Land, die Stellenstreichungen beträfen vor allem große Länder, erläuterte IBM Österreich-Sprecher Christian Rothmüller am Dienstag. Daher bleibe Österreich vom Jobabbau unberührt. IBM beschäftigt in Österreich 2.050 Mitarbeiter.