12.07.2005

STUDIE

"Digitales Heim" ist noch zu teuer

Drei Viertel der deutschen Verbraucher sehen einer Studie zufolge die Kosten als größtes Hindernis für das vernetzte Zuhause an.

Immer mehr Hersteller setzen auf Gadgets, die High-Tech in das Wohnzimmer bringen sollen:

Der PC übernimmt dabei die Kontrolle. Filme, Musik und Bilder werden zwischen Fernseher, Handys und Kameras hin- und hergeschoben und für jeden Nutzer verfügbar gemacht.

Nur vier Prozent der Befragten weltweit seien jedoch der Ansicht, dass sie sich solche Technologien bereits heute leisten könnten, berichtete der Management- und Technologie-Dienstleister Accenture am Dienstag in Kronberg mit.

Komplettlösungen gefragt

Rund ein Viertel aller Konsumenten gehe sogar davon aus, dass sie diese Dienste niemals werden bezahlen können. Dennoch stoße das digitale Heim bei den meisten Konsumenten auf großes Interesse, hieß es.

Die Mehrheit der Konsumenten [61 Prozent der Deutschen und 70 Prozent weltweit] wünsche sich dabei Lösungen aus einer Hand.

"Trotz dieses eindeutigen Wunsches potenzieller Kunden haben viele Unternehmen bisher keine Komplettlösung im Angebot", sagte Nikolaus Mohr, Partner bei Accenture in Deutschland.

"Will man in diesem Markt erfolgreich sein, werden Partnerschaften zwischen Anbietern von Hardware und den dazugehörigen digitalen Inhalten sowie Dienstleistungen mit entsprechender Technologie-Kompetenz zum ausschlaggebenden Erfolgskriterium".

Leichterer Alltag

Mehrheitlich erwarten die Konsumenten [56 Prozent international und 51 Prozent in Deutschland], mit einem vernetzten Heim Geld sparen zu können.

Eine Erleichterung im Alltag erhoffen sich 34 Prozent der Befragten in Deutschland und 46 Prozent weltweit.

40 Prozent der Befragten gaben Bedenken wegen Sicherheitsproblemen an, 33 Prozent fürchten eine zu kurze Lebensdauer der Geräte.