Musik-Downloads weiter im Steigen
Die Zahl der aus Online-Shops heruntergeladenen Songs hat sich laut Nielsen SoundScan im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdreifacht. Insgesamt haben US-User Jänner und Juni 159 Millionen Songs aus dem Netz geladen.
Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der Angebote deutlich erhöht und auch die Klagen der Musikindustrie dürfte Spuren im Nutzerverhalten hinterlassen haben.
Allerdings ist der gesteigerte Absatz nicht genug: Im gleichen Zeitraum verzeichnete die gesamte US-Musikindustrie einen Umsatz-Rückgang von 2,5 Prozent, vor allem durch gesunkene Albenverkäufe.
Downloads einzelner Songs machen derzeit sechs Prozent des gesamten Musik-Umsatzes aus, im letzten Jahr waren es noch zwei Prozent.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung [OECD] präsentierte jüngst eine Studie, wonach die CD-Verkäufe in den großen Märkten zwischen 1999 und 2003 um 20 Prozent gesunken sind, am stärksten in den USA, Frankreich, Deutschland, Japan und den Niederlanden.
Web schadet Plattenindustrie nichtIndustrie im Wandel
Laut Nielsen ist es noch zu früh, um das Ende der CD zu proklamieren, Näheres werde sich erst nach den Ferien zeigen. Die Industrie sei gesund, aber einem Wandel unterworfen - so wie vor 20 Jahren, als das Vinyl zu großen Teilen von der CD verdrängt wurde.
Der Branchenverband der US-Musikindustrie, die RIAA, verzeichnete im letzten Jahr nach vier Jahren konstanten Abfalls wieder einen Anstieg der CD-Verkäufe in Einheiten um fünf Prozent und beim Umsatz um 2,7 Prozent.
