07.07.2005

ESSEN & TRINKEN

Der Supermarkteinkauf bleibt offline

19,6 Prozent der Befragten kaufen "gelegentlich" ihre Lebensmittel im Web, 18,5 Prozent "eher selten". 40,9 Prozent haben noch nie im Online-Supermarkt eingekauft, können es sich aber grundsätzlich vorstellen. 13,7 Prozent wollen ihren täglichen Einkauf auch in Zukunft nicht über das Internet erledigen.

Das geht aus einer aktuellen Studie des Online-Marktforschungsinstituts Marketagent.com hervor, bei der mehr als 22.000 Österreicher, Deutsche und Schweizer befragt wurden.

Gegen das Online-Shopping spricht für viele Befragte vor allem das Einkaufserlebnis: Für zwei Drittel der Befragten ist demnach die Haptik beim Einkaufen entscheidend.

Vorteile überwiegen Nachteile nicht

63,3 Prozent bemängeln, dass man im Online-Supermarkt nur eine Abbildung der Waren sieht. Fast ebenso störend finden 62,6 Prozent die Verrechnung von Zustellkosten.

Die Vorteile scheinen die erlebten Nachteile nicht ausreichend aufzuwiegen: Positiv am Online-Shopping ist für vier von fünf Befragten der Wegfall von Warteschlangen, sowie die bequeme Lieferung nach Hause und die Unabhängigkeit von Geschäftszeiten.

Die Zeitersparnis werten knapp ein Drittel als positiv, 27,9 Prozent schätzen auch, dass sie weniger zu Impulsverkäufen verleitet werden.

Weitere Argumente gegen das Shoppen im Online-Supermarkt sind laut Umfrage der Verlust des Einkaufsflairs und des persönlichen Kontakts, das jeweils mehr als ein Drittel der Befragten vermissen.

Nutzer glauben an den Offline-Markt

Jeder fünfte Befragte empfindet das Einkaufen im Supermarkt trotzdem als lästig und würde die dafür aufgewendete Zeit lieber anders nützen.

Genauso vielen wäre es am liebsten, wenn sie alle Dinge des täglichen Bedarfs über Netz bestellen könnten und nach Hause geliefert bekommen würden. 6,8 Prozent sind auch bereit dafür mehr zu zahlen.

Etwa vier von fünf Befragten sind der Meinung, dass Online-Supermärkte konventionelle Geschäfte "eher nicht" bzw. "auf keinen Fall" verdrängen werden. Nur 2,8 Prozent sind überzeugt, dass virtuelle Supermärkte die Zukunft sind.