Klingeltöne steigern Erlöse der Musikriesen
Klingeltöne für Handys spülen der Musikindustrie frisches Geld in die Kassen.
2004 wurden vier Milliarden Dollar mit Klingeltönen umgesetzt - Tendenz steigend. "Dies ist nicht ein kurzfristiger Trend, der in ein oder zwei Jahren wieder weggeht", zeigt sich auch Thomas Hesse, Chef des digitalen Geschäfts bei Sony BMG, überrascht.
Das "Billboard Magazine", das regelmäßig ein Verkaufszahlen-Ranking veröffentlicht, gibt seit Oktober letzten Jahres auch Klingelton-Charts heraus. "Wir wussten, dass dieser Bereich Umsätze für die Musikindustrie generiert. Was wir nicht erwartet haben, war die Dimension des Erfolgs, den wir jetzt sehen", so Geoff Mayfield, zuständig für die Charts bei "Billboard".
Hits werden millionenfach verkauft
Derzeit generiert der Klingelton auf Platz eins regelmäßig mehr
Umsatz als der Musik-Download Nummer eins, so Mayfield. Hits wie "My
Goodies" der R&B-Sängerin Ciara werden mehr als eine Million Mal
verkauft.
Jährlich 2,5 Mrd. Euro für das HandyMusik-Klingeltöne erfreuen die Industrie
Kürzlich setzte sich ein Klingelton sogar in den britischen Pop-Musikcharts an die Spitze. "Crazy Frog Axel F" ist seit einigen Wochen an der Spitze und verdrängte die Megaseller Oasis und Coldplay.
Die Musikindustrie verdient erst seit kurzem an den Klingeltönen mit. Bei früheren monophonen und polyphonen Klingeltönen kassierten nur Songschreiber und Publisher, bei den neuen MP3-Klingeltönen klingeln auch die Kassen der Musikindustrie und Künstler.
Sony BMG verdient mit Klingeltönen bereits so viel wie mit Musik-Downloads, bei EMI liegen die Klingeltöne nur knapp an zweiter Stelle. Für die Industrie haben die Klingeltöne noch einen weiteren Pluspunkt: Im Gegensatz zu Songs können sie weniger leicht kopiert und verbreitet werden.
Handy-Unterhaltung als Milliardengeschäft
