Infineon soll Chipsparte an Börse bringen
Der Münchner Chiphersteller Infineon prüft einem Zeitungsbericht zufolge einen Börsengang seiner Speicherchip-Sparte.
Ein Sprecher des Unternehmens betonte dagegen, es gebe keine neue Entwicklung.
"Es gibt nichts Neues zu sagen", sagte der Infineon-Sprecher am Donnerstag. Es sei klar, dass Infineon wie andere Unternehmen ständig prüfe, wie die Unternehmensstruktur verbessert werden könne.
Spekulationen über IPO haben Tradition
Spekulationen über eine Abspaltung oder einen Börsengang der
wichtigen Speicherchip-Sparte von Infineon hatte es bereits in der
Vergangenheit immer wieder gegeben. Das Geschäft mit Speicherchips
etwa für Computer ist extrem schwankend, starke Preisrückgänge
machen permanente Produktivitätssprünge für die Hersteller
unverzichtbar.
Neues Leben in der Halbleiter-BrancheBörsengang theoretisch im Herbst möglich
Das "Handelsblatt" berichtete am Donnerstag, die Sparte könne bereits im Herbst an die Börse gebracht werden. Eine formale Entscheidung sei aber noch nicht getroffen, und auch der Aufsichtsrat sei noch nicht informiert.
Mit Speicherchips erlöst Infineon rund 40 Prozent seines Umsatzes. Nach deutlichen Preisrückgängen zu Jahresbeginn hatte sich Infineon zuletzt zuversichtlicher über die Geschäftsaussichten des Bereichs geäußert und sogar die Möglichkeit von Preissteigerungen im zweiten Halbjahr in Aussicht gestellt.
