Autokaufbetrug via Internet steigt
Meist wird das Netz als Informationsquelle benutzt, um einen Marktüberblick zu bekommen, dabei steigt aber auch das Risiko, auf Betrüger reinzufallen.
Sie geben sich als solvente Käufer aus und schicken ungedeckte Schecks oder locken die Opfer Hunderte von Kilometern zum angeblichen Traumauto.
"Meistens fängt es damit an, dass man ein Schnäppchen findet im Internet und ganz begeistert ist", so ADAC-Juristin Silvia Schattenkirchner. Bei besonders auffälligen Schnäppchen sei meist ein Haken dran.
Mal sei es die kostenpflichtige Telefonnummer für nähere Details, mal werde eine hohe Vorauszahlung verlangt - das Auto allerdings bekommt der Kunde meist nie zu sehen.
Jeden Monat registriert der deutsche ADAC Hunderte Anfragen verunsicherter Autofahrer - Tendenz steigend. Bei einer Online-Umfrage Anfang des Jahres meldeten sich 300 Personen, die geschädigt wurden oder im letzten Moment den Betrug bemerkten.
Rechtstipps des ADACVerbindung nach Nigeria?
Wird der Interessierte quer durchs Land gelockt, ist just das gewünschte Auto mitunter nicht da. Nach der langen Fahrt will der Kunde nicht unverrichteter Dinge fahren - und lässt sich ein anderes Auto aufschwatzen.
Eine Ermittlungsgruppe in Hannover zählte 2003 laut Bayerischen Landeskriminalamt etwa 110 Straftaten mit 25 Autos und einem Schaden von 600.000 Euro.
Das Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen registrierte 165 Fälle mit einem Schaden von rund 5,5 Millionen Euro. Die Sonderkommission "Holland-Kfz" in Kempten zählte seit September 2002 rund 150 Fälle mit einem Schaden von rund 1,5 Millionen Euro.
Die Ermittler vermuten, dass hinter den Betrügereien teilweise die so genannte Nigeria-Connection steckt, die seit Jahren gutgläubigen Bürgern Geld aus der Tasche zieht.
Verkäufer von Gebrauchtwagen sollten ebenfalls Vorsicht walten lassen, hier haben überhöhte, aber nicht gedeckte Schecks Schule gemacht.
Online-Betrug beim Autoverkauf
