Online-Betrug beim Autoverkauf
Das Bundeskriminalamt [BK] warnt vor einer neuen Masche des Betrugs im Netz.
Dabei wird [Privat-]Autoverkäufern ein Angebot zugeschickt, ein Scheck mit einer viel zu hohen Kaufsumme zugesandt, der dann platzt, und die Differenz zwischen tatsächlichem Preis und ausgestellter Schecksumme abkassiert.
Mehrere Kfz-Anbieter sind bereits auf die europaweit agierenden Täter hereingefallen.
So auch eine Geschädigte aus dem Bezirk Krems: Laut einem Ermittler des BK bot sie ihren Pkw online zum Verkauf an und wollte dafür rund 2.000 Euro haben. Ein vorgeblicher Kfz-Händler, der Autos für Benin kaufen und sie via London in den westafrikanischen Staat transferieren wollte, meldete sich daraufhin.
Sachdienliche Hinweise zu ähnlich gelagerten Fällen erbittet das BK in Wien unter der Telefonnummer [01] 24836-85349 an Oberinspektor Matzka.
BundeskriminalamtGeplatzter Scheck
Statt des Kaufpreises bekam die Niederösterreicherin einen Scheck über 7.000 britische Pfund [10.297 Euro] zugeschickt, den sie vereinbarungsgemäß einlöste, die Differenz zum vereinbarten Kaufpreis überwies sie nach London.
Doch der Scheck platzte, die Bank forderte das Geld zurück. Der angebliche Verkäufer war inzwischen über alle Berge - die Frau war nun um 8.300 Euro ärmer, hatte aber immer noch ihr Auto.
Laut BK ist der Fall durchaus typisch. Bereits mehrere Fälle mit Schadenssummen zwischen 3.000 und mehr als 8.000 Euro seien den Ermittlern in Österreich bekannt, so ein Fahnder.
Die Kriminalisten gehen aber davon aus, das die Dunkelziffer weit höher liegt. Der bekannte Gesamtschaden beträgt derzeit rund 25.000 Euro. In jüngster Zeit würden sich die Fälle aber häufen.
