Lenovo verfehlt die Erwartungen
Der chinesische Computerhersteller Lenovo hat in seinem vierten Geschäftsquartal einen Gewinnrückgang verzeichnet und damit die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt. Das Unternehmen steigt mit dem im vergangenen Monat abgeschlossenen Zukauf der PC-Sparte des US-Konzerns IBM zum drittgrößten Anbieter von Personalcomputern weltweit hinter Dell und Hewlett-Packard auf.
In den drei Monaten bis Ende März sei ein Gewinn von 166 Mio. Hongkong-Dollar [17,4 Mio. Euro] nach 188 Mio. Hongkong-Dollar im Vorjahreszeitraum erzielt worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Hongkong mit. Analysten hatten mit 194 Mio. Hongkong-Dollar gerechnet.
Mit der Marke IBM, die Lenovo laut Vereinbarung die nächsten fünf Jahre nutzen darf, und der starken Marktposition in China ist der "neue" Hersteller für die geplante weltweite Expansion allerdings gut aufgestellt.
Lenovo-Deal ist Fusion zweier WeltenRechnen mit dem Wachstumssprung
Nach dem IBM-Kauf rechnet der chinesische Konzern nach eigenen Angaben mit einem Wachstumssprung. Mit der für 1,25 Mrd. Dollar [eine Mrd. Euro] erworbenen PC-Sparte von IBM will sich Lenovo dem verlangsamten Wachstum und der härteren Konkurrenz auf dem chinesischen Heimatmarkt stellen.
Analysten haben unterschiedliche Auffassungen darüber geäußert, ob es Lenovo gelingen wird, durch den Zukauf neues Wachstum zu erzielen und die Verlust bringende IBM-Sparte wieder in die Gewinnzone zu führen. Im Mai hatte Lenovo erklärt, durch den IBM-Zukauf seinen Gewinn in den kommenden drei Jahren verdoppeln zu wollen.
