Gerichtliche Bestätigung für "dietiwag.org"
Die gerichtliche Auseinandersetzung rund um die kritische Website "dietiwag.org" fand ein vorläufiges Ende.
Das Oberlandesgericht Innsbruck [OLG] wies den Versuch der Tiroler Wasserkraft AG [TIWAG] , die Website über eine Klage des zuständigen Providers Nico Hofinger abzudrehen, ab. Damit sei der mittlerweile vierte Anlauf gescheitert, so Hofinger in einer Aussendung.
Das OLG hat zudem der ersten Instanz widersprochen - das Logos der TIWAG darf auf der Website "dietiwag.org" weiterhin verwendet werden.
Hofinger, zuständig für Programmierung und auch Host der Site, berichtet von massivem Druck im Vorfeld. Das Urteil sieht er als Bestätigung seiner Haltung, ein ordentlicher Revisionskurs gegen dieses Urteil sei nicht mehr zulässig.
Die Klagsserie des Vorstandes kostete die TIWAG laut Hofinger bis dato mehr als 37.000 Euro. Trotzdem habe die TIWAG bereits weitere gerichtliche Schritte angekündigt.
"Dietiwag.org" bleibt im NetzAussperren der Kritiker
Von Seiten der TIWAG wurde offenbar alles versucht, die Kritiker zu unterbinden. Zuletzt wurde auch den eigenen Mitarbeitern der Zugriff auf die Website von ihrem Arbeitsplatz aus unterbunden. Das wurde als "Aktion zum Schutz der Mitarbeiter" vom Vorstandsvorsitzenden Bruno Wallnöfer veranlasst.
Wallnöfer erklärte dazu Mitte Mai in der "Tiroler Tageszeitung", dass es nicht mehr zumutbar sei, dass die Mitarbeiter während der Arbeitszeit "dem völligen Unsinn" der Website ausgesetzt seien.
Zu dem Rechtsstreit des Landesenergieversorgers gegen den TIWAG-Kritiker war es gekommen, nachdem Markus Wilhelm auf seiner Website Details über die Cross-Border-Leasing-Geschäfte der landeseigenen TIWAG mit US-Investoren veröffentlicht hatte.
"Dietiwag.org"
