Pedro Pedreira wird Galileo-Chef
Der Portugiese Pedro Pedreira wird Leiter der Aufsichtsbehörde des im Aufbau befindlichen europäischen Satellitennavigationssystems Galileo, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit.
Ex-Wissenschaftsminister Caspar Einem, derzeit SPÖ-Nationalratsabgeordneter und EU-Sprecher seiner Partei, war ebenfalls heißer Kandidat für den Posten. Er unterlag in der Anhörung am Montag, zu der noch vier Kandidaten eingeladen waren.
Ein Problem für Einem könnte gewesen sein, so ein Beobachter, dass er mehr politische als technische Erfahrung einbrachte. Der neue Job mit fünfjähriger Amtszeit umfasst vor allem die Überwachung der Ausschreibung für das neue System.
Galileo ist als Konkurrenz zum amerikanischen Global Positioning System [GPS] geplant. Derzeit läuft das Vergabeverfahren für die Errichtung.
So soll über die Europäische Weltraumorganisation ESA ein Satellitennetz errichtet werden, das rund um den Globus exakte Navigation ermöglicht. Europa will damit vom GPS unabhängig werden, da das amerikanische System teilweise vom Militär kontrolliert und etwa bei Konflikten bewusst gestört werden kann.
Galileo darf nicht Galileo heißen
