Postbank kämpft gegen Phishing
Die deutsche Postbank reagiert auf die Zunahme so genannter Phishing-Attacken bei Online-Bankgeschäften. Wie das Unternehmen am Montag in Bonn mitteilte, wird als Sofortmaßnahme ein Limit von 3.000 Euro pro Überweisung im Internet-Banking eingeführt.
Im Sommer soll dann das TAN-Verfahren [Transaktionsnummer] verändert werden, um Phishing weiter zu erschweren. In Österreich ist derzeit keine Limitierung im Online-Banking vorgesehen, wie am Montag ein Rundruf unter heimischen Banken ergab.
Als "Phishing" wird der Versuch des Datendiebstahls über das Netz bezeichnet.
Die Täter versuchen zum Beispiel, Bankkunden durch gefälschte E-Mails und täuschend echt aussehende Web-Seiten zu veranlassen, Passwort und TAN einzugeben. Damit könnten die Betrüger dann Geld vom Konto des Geschädigten überweisen.
Internet bietet Betrügern guten SchutzTAN nach Zufallsprinzip bestimmen
Die Postbank betonte, bisher seien ihre Kunden durch diese Attacken nicht zu Schaden gekommen. Dennoch will sie Phishing-Versuche erschweren.
Im Sommer sollen die Kunden die Möglichkeit erhalten, ein Überweisungslimit nach eigenen Wünschen festzulegen.
Außerdem soll dem Kunden nach dem Zufallsprinzip die Verwendung einer bestimmten TAN aus seiner TAN-Liste vorgegeben werden. Damit hätten "Phisher" keine Chance mehr, betonte die Bank.
