Führungswechel bei Vivendi Universal
Knapp drei Jahre nach Beginn seiner Sanierungstätigkeit übergab Vivendi-Chef Fourtou den Spitzenjob bei einer Aktionärsversammlung am Donnerstagabend an seinen bisherigen Vize Jean-Bernard Levy.
Die Aktionäre stimmten einer Statutenänderung zu, nach der dem Vorstand künftig ein Aufsichtsrat zur Seite gestellt wird, dessen Vorsitz Fourtou übernimmt.
Fourtou erklärte, er werde auf Sonderabfindungen verzichten, da er bereits aus seiner Zeit als Vize-Aufsichtsratschef des Pharma-Konzerns Aventis hinreichend versorgt sei. Sein Gehalt für 2005 gab er mit gut einer Million Euro an, 2004 habe er 3,4 Millionen Euro verdient.
Der wegen ruinöser Geschäfte angeklagte Vorgänger Fourtus, Jean-Marie Messier, muss eine Strafe von einer Million Euro zahlen. Nach dem Urteil der Börsenaufsicht hat Messier die Finanzlage des Unternehmens 2002 falsch dargestellt und falsche Angaben über die Höhe der Schulden 2000 gemacht.
Millionenstrafe für Ex-Vivendi-Chef
