Millionen-Strafe für Ex-Vivendi-Chef
Der wegen ruinöser Geschäfte entlassene Chef des Medienkonzerns Vivendi Universal, Jean-Marie Messier, soll eine Million Euro Strafgelder zahlen.
Nach dem Urteil der Börsenaufsicht habe Messier die Finanzlage des Unternehmens 2002 falsch dargestellt und falsche Angaben über die Höhe der Schulden 2000 gemacht, so der Anwalt Messiers.
Die Börsenaufsicht hatte Unterschlagungen und Falschinformationen über die finanzielle Lage des Unternehmens zwischen 2000 und 2002 geprüft.
Es wurden jedoch mehr als die Hälfte der Anklagepunkte gegen Messier fallen gelassen, darunter auch die Nutzung von Insiderwissen bei Telekom-Transaktionen. Messiers Anwalt kündigte eine Berufung an.
Der Manager hatte den tief in die roten Zahlen gerutschten Konzern 2002 verlassen müssen. Die Pariser Justiz ermittelt gegen ihn wegen Kursmanipulationen, die Verbreitung falscher Informationen und Unterschlagung.
Ex-Vivendi-Chef Messier wieder freiJean-Rene Fourtou verlässt Chefposten
Nach zweijährigen Sanierungsarbeiten verlässt Vivendi Universal-Chef Jean-Rene Fourtou zum April nächsten Jahres seinen Posten.
Der Verwaltungsrat von Vivendi Universal [VU] hat am Dienstag dieser Entscheidung zugestimmt, hieß es nach Angaben des Unternehmens. Als Nachfolger ist Fourtous bisheriger Stellvertreter Jean-Bernard Levy vorgesehen. Der 64 Jahre alte Fourtou soll Vorsitzender des Aufsichtsrates werden.
Fourtou hatte im Juli 2002 nach der Entlassung von Messier die Führung des Medienkonzerns übernommen. Mit einer strikten Sparpolitik und Verkäufen zahlreicher Beteiligungen im Musik- und Filmbereich war es Fourtou gelungen, den Konzern auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren und wieder schwarze Zahlen zu schreiben.
