EU-Kommission verliert langsam die Geduld
"Im Moment sind wir weiterhin nicht zufrieden", erklärte ein Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Mittwoch in Brüssel. Die Geduld der Kommission reiche allenfalls für Wochen, nicht für Monate.
Sollten die von der EU auferlegten Schritte nicht schnell und vollständig umgesetzt werden, "müsste die Kommission formelle Schritte einleiten, um eine Einhaltung zu gewährleisten".
Ein förmliches Zieldatum zur Sanktionserfüllung gebe es aber nicht, so der Sprecher.
Strafe von fünf Prozent des Tagesweltumsatzes
Brüssel droht mit der Verhängung eines Zwangsgeldes gegen
Microsoft in Höhe von fünf Prozent des Tagesweltumsatzes.
Microsoft will sich EU-Auflagen beugenDie Sanktionen
Die Kommission der Europäischen Union hat Microsoft vorgeworfen, seine monopolartige Stellung bei Betriebssystemen auszunutzen, um Konkurrenten in anderen Produktbereichen aus dem Markt zu drängen.
Microsoft musste unter anderem eine Strafe von knapp 500 Millionen Euro bezahlen, eine abgespeckte Version seines Betriebssystems Windows anbieten und Informationen über seine Produkte der Konkurrenz zugänglich machen.
Nach Ansicht Brüssels hat der weltweit größte Software-Hersteller Microsoft die Sanktionen bisher nicht ausreichend in die Tat umgesetzt.
