Microsoft will sich EU-Auflagen beugen
Der Software-Hersteller Microsoft will nach eigenen Angaben den Kartell-Auflagen der EU-Kommission zu einem großen Teil Folge leisten.
"Von den 26 Bereichen, zu denen die Kommission Bedenken hatte, haben wir 20 akzeptiert und Vorschläge unterbreitet. Bei den sechs verbleibenden glaubt Microsoft, dass bedeutende Fortschritte erzielt wurden, die sobald wie möglich mit der Kommission besprochen werden sollten", so ein Sprecher.
Laut Chef-Anwalt Brad Smith will der Hersteller den Code auch an Open-Source-Entwickler lizensieren, solange garantiert werde, dass sein Copyright geschützt bleibe.
Der Hersteller wolle zudem Klarheit darüber, ob Firmen auf Basis seines Quellcodes außerhalb der EU Software entwickeln und vertreiben könnten, so Smith.
Kommissionssprecher Jonathan Todd bestätigte den Eingang des Briefes. "Wir prüfen ihn sorgfältig", sagte er.
MS drohen 3,8 Mio. Euro Strafe am Tag500 Euro pro Tag für Quellcode
Die Bedingungen für die Einsichtnahme in den Source Code von Windows Server sind laut derzeitigem Plan etwas abgeschwächt worden.
Microsoft will die Lizenzen für Entwickler anpassen, die nicht ein ganzes Paket kaufen wollen, sondern sich lieber Teile daraus aussuchen möchten.
Der Konkurrenz wird zudem mehr Zeit für die Ansicht des Quellcodes und die Entscheidung, ob sie diesen lizenzieren wollen, eingeräumt.
Nun werden pro Tag 500 Euro fällig [Maximum acht Tage] statt der bisher maximal zwei Tage, zum Preis von 3.850 Euro für einen und 5.390 Euro für zwei Tage.
Lizenzgebühr zu hoch
Microsoft will auch die Lizenzen pro Server abändern, nachdem die
EU-Kommission die vorgeschlagene Gebühr von 77 bis 465 Euro als zu
hoch beurteilt hat. Details dazu wurden aber noch keine bekannt.
Microsoft sorgt weiter für Ärger bei EU
