Unterhaltungssparte rettet Sony-Bilanz
Der japanische Elektronikkonzern Sony hat seinen operativen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr [per Ende März] 2004/05 um rund 15 Prozent gesteigert.
Der Film- und Finanzbereich machte den Angaben nach die schwache Entwicklung im Kernbereich Elektronik mehr als wett.
In den zwölf Monaten sei der operative Gewinn auf 113,92 Mrd. Yen [rund 828 Mio. Euro] geklettert, teilte Sony am Mittwoch mit.
Für das laufende Geschäftsjahr 2005/06 prognostizierte das Unternehmen einen Anstieg um 40 Prozent auf 160 Mrd. Yen.
Sony - Investor RelationsSorgenkind Elektronik
Ein schlechtes Ergebnis musste der Konzern vor allem in seinem Kerngebiet, dem Elektronik-Bereich hinnehmen. Gute Ergebnisse erzielte Sony dagegen generell im Unterhaltungsbereich.
Der operative Verlust im Elektronikbereich belief sich auf insgesamt 34,3 Mrd. Yen [250 Mio. Euro]. Das Unternehmen musste vor allem der schlechten Entwicklung bei klassischen Röhren-Fernsehern sowie generell gesunkenen Preisen etwa bei Camcordern Tribut zollen.
Eine rückläufige Entwicklung verzeichnete Sony auch im Bereich Games - hier gab der operative Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent nach.
Dabei machte dem Unternehmen ein Rückgang des Absatzes der PlayStation 2 [PS2] in Japan, den USA und Europa zu schaffen, der zudem mit niedrigeren Preisen für die Produkte einherging.
Sony Music musste zwar einen Rückgang beim Umsatz um 43,4 Prozent auf 249,1 Mrd. Yen [1,8 Mrd. Euro] hinnehmen, konnte aber das Ergebnis von minus sechs Mrd. Yen [43,7 Mio. Euro] auf 8,8 Mrd. Yen [64,1 Mio. Euro] ins Plus drehen.
Der Filmbereich Sony-Pictures fuhr bei einem im Vergleich mit dem Vorjahr leicht niedrigeren Umsatz von 734 Mrd. Yen [5,3 Mrd. Euro] einen operativen Gewinn von 64 Mrd. Yen [466 Mio. Euro] ein - ein Plus von über 81 Prozent im Jahresabstand.
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