25.04.2005

KRANKENSCHEIN

Erneut Diskussion über E-Card-Testbetrieb

In der Auseinandersetzung um die Einführung der E-Card in Wien haben sich nun die Ärzte erneut zu Wort gemeldet.

"Etwas verwundert" zeigte sich Wiens Ärztekammerpräsident Walter Dorner über die Meldungen des Hauptverbands zur Überprüfung des Probebetriebs im Burgenland, der laut Aussagen erfolgreich abgeschlossen wurde.

Die technische Überprüfung habe noch gar nicht angefangen, funktionstüchtig sei nur die Musterordination in den eigenen Räumen des Hauptverbands. Das als technische Überprüfung des Roll-out im Burgenland zu bezeichnen, sei "etwas voreilig", so Dorner.

In Gesprächen zwischen Ärztekammer und dem E-Card-Verantwortlichen Volker Schörghofer wurde laut Dorner vereinbart, dass die technische Abnahme des Probebetriebs sowohl im "sterilen Laborversuch" als auch in den Probeordinationen im Burgenland erfolgen müsse, um den Roll-out in Wien zu starten.

Ärztekammer ortet noch Probleme

Unangemeldete Befragungen der Wiener Ärztekammer in burgenländischen Ordinationen hätten ergeben, dass es weiter Antwortzeiten von bis zu drei Minuten gebe und auch sonst noch eine Reihe von Problemen bestünden, die erst geklärt werden müssten, so Dorner weiter.

Die Forderung der Ärztekammer, dass erst die technische Überprüfung von drei Allgemeinmedizinern und drei Fachärzten im Burgenland erfolgreich durchgeführt werden muss, bleibe aufrecht, so Dorner. Dem schloss sich auf der Vizepräsident und Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, Johannes Steinhart, an.

Der Stopp des Roll-out werde in Wien so lange beibehalten, bis die Technik in den Ordinationen nachweislich funktioniere. "Ein Ordinationschaos darf und wird es nicht geben", so Steinhart.

Am Mittwoch trifft sich die Kurienversammlung der niedergelassenen Ärzte zum Thema E-Card.