Peitschenhiebe für Porno-Bilder auf Handy
Saudi-Arabien will härter gegen den Missbrauch von Kamerahandys vorgehen.
Laut einem aktuellen Gesetzesvorschlag sollen pornografische Aufnahmen mit dem Handy [bzw. deren Verbreitung] mit bis zu zwölf Jahren Gefängnis, Geldstrafen in der Höhe von 20.000 Euro und Peitschenhieben geahndet werden, berichtet Arabnews unter Berufung auf Quellen.
Demnach soll der Gebrauch von Kamerahandys in Saudi-Arabien in Zukunft streng reglementiert werden, nachdem ein absolutes Verbot nicht durchsetzbar war. Beim ersten Mal wird das Telefon konfisziert und eine Geld- und Gefängnisstrafe [4.000 Euro, drei Monate] verhängt.
Beim zweiten Mal sollen neben der Verdoppelung des Strafmaßes auch noch 100 Peitschenhiebe in der Öffentlichkeit dazukommen, wird eine Quelle zitiert.
Beim dritten Mal schließlich soll auch das Foto veröffentlich werden.
Saudi-Arabien kämpft gegen FotohandysVerbot war nutzlos
Letzten Dezember wurde das Verbot von Kamerahandys aufgehoben, da es durch Importe zunehmend umgangen wurde.
Auch davor waren Kamerahandys im Königreich weit verbreitet, sogar Werbung wurde dafür gemacht, schließlich haben Handys mit Kamerafunktion meist auch noch andere nützliche Funktionen zu bieten.
Derzeit soll die Regierung auch über die Regulierung von Handys der dritten Mobilfunkgeneration nachdenken, die mit ihrer Möglichkeit zur Videotelefonie den befürchteten Spannern noch mehr Möglichkeiten bieten würde.
