Bezahl-TV gegen Tausch von Inhalten
Das Unternehmen TC Unterhaltungselektronik aus Koblenz streitet sich wieder mit dem Bezahlfernsehen.
Am Dienstag beschäftigt sich das Landgericht Hamburg mit einer neuen Software, mit der alle Fernsehprogramme kostenlos über Breitband-Internet verfügbar sein sollen.
Der Pay-TV-Sender Premiere hatte eine einstweilige Verfügung durchgesetzt, womit die Koblenzer ihr Cybersky-TV zunächst nicht verbreiten dürfen. Ein Urteil sei am Dienstag unwahrscheinlich, sagte ein Gerichtssprecher am Montag.
Die TC Unterhaltungselektronik AG hatte sich bereits einen langen Streit mit dem Privatsender RTL um TV-Werbeblocker ["Fernsehfee"] geliefert und letztlich gewonnen.
Deutschland erlaubt Werbeblock-SoftwareKonsequenzen für alle Tauschbörsen
TC Unterhaltungselektronik ist nun an einer Software beteiligt, mit der Programme weltweit nach dem Vorbild der Musik- und Video-Tauschbörsen im Internet verschoben werden können.
"Wir gehen nach wie vor davon aus, dass das so nicht zulässig ist", bekräftigte ein Premiere-Sprecher am Montag in München. TCU betonte dagegen, man habe nie dazu aufgerufen, die Technik außerhalb der legalen Grenzen zu nutzen oder gar Premiere kostenlos zugänglich zu machen.
Die Betreiber der Fernseh-Tauschbörse könnten jedoch Anwender nicht davon abhalten, beliebige TV-Programme zu verbreiten. Bisher sei der Hersteller einer Dateitauschsoftware nicht für das Handeln der Nutzer verantwortlich gewesen.
Sollte Premiere vor Gericht gewinnen, könnte das Konsequenzen für alle Tauschbörsen im Internet haben, sagte die TCU-Vorstandsvorsitzende Petra Bauersachs.
