MCI entscheidet sich doch für Verizon
Trotz Widerstands unter den eigenen Aktionären hat sich die Führung des US-Telefonkonzerns MCI erneut für eine Übernahme durch den Konkurrenten Verizon ausgesprochen.
Der MCI-Verwaltungsrat empfehle den Aktionären die Annahme eines nachgebesserten Angebots im Wert von 7,6 Milliarden Dollar, teilte Verizon am Dienstag mit. Verizon hatte Mitte Februar zunächst 6,75 Milliarden Dollar für MCI geboten.
Die MCI-Führung hatte das trotz eines vorliegenden höheren Angebots von Qwest unterstützt und das mit der besseren Finanzlage bei Verizon begründet. Qwest versuchte daraufhin, den Druck weiter zu erhöhen und bietet inzwischen insgesamt 8,5 Milliarden Dollar für MCI.
Spitzenstellung wankt
Bei vielen MCI-Aktionären war die frühe Festlegung der
Unternehmensführung auf Verizon auf Missfallen gestoßen. Mehrere
Anteilseigner haben deshalb Klage eingereicht. Für Verizon ist die
Übernahme wichtig, um seine Spitzenstellung auf dem US-Markt zu
halten, die durch eine weitere Fusion in Gefahr gerät.
Qwest setzt MCI Frist bis 5. AprilSBC überrundet Verizon
Ende Januar hatte der SBC-Konzern den Kauf des Ex-Monopolisten AT&T angekündigt. Damit wollte SBC Verizon als größten Telefonkonzern der USA ablösen. Verizon ist der Marktführer für Telefondienstleistungen im Nordosten und in den Mittelatlantikstaaten der USA.
