29.03.2005

SAFT & KRAFT

Längere Laufzeiten für Notebooks

In diesem Jahr werden erstmals mehr Notebooks als Desktop-PCs verkauft werden.

Leistungsmäßig stehen die mobilen Geräte ihren Stand-Pendants um nichts mehr nach, doch ein Schwachpunkt macht den Nutzern portabler Rechner immer noch zu schaffen: die dauerhafte Energieversorgung.

Derzeit schaffen Notebook-Akkus im Durchschnitt eine Laufzeit von vier Stunden, die Hersteller arbeiten fieberhaft daran, das auf acht Stunden aufzustocken.

Dabei wird von der Chip-Fertigung bis zur Displaytechnik alles überarbeitet, auch neue chemische Mischungen sollen die Akku-Leistungsfähigkeit stark erhöhen.

Brennstoffzelle lässt auf sich warten

Durch Ausreizen der Lithium-Ionen-Technologie konnte die Akkulaufzeit in den letzten Jahren bereits signifikant erhöht werden. Doch nun stößt die Akku-Art an ihre Grenzen.

Neue Batterie-Chemikalien sollen mehr Energie bei gleichem Platzbedarf schaffen, doch noch haben es die Hochleistungsakkus nicht aus der Laborumgebung in freie Wildbahn geschafft.

Die Brennstoffzelle, in der Vergangenheit als künftige Alternative zu kurzlebigen Akkus gehandelt, wird nach Experteneinschätzung aber nicht so bald auf dem Notebook Einzug halten.

"In Brennstoffzellen hat man Pumpen, Seperatoren und Verdampfungskammern," so Mike Trainor von Intel. "Es ist ein richtiges Mini-Kraftwerk, das noch wesentlich geschrumpft werden muss."

Display am stromhungrigsten

Eine Verbesserung bei der Energieversorgung konnte bereits durch eine Verkleinerung der einzelnen Chip-Komponenten erreicht werden, so Trainor weiter. Neuere Silizium-Transistoren brauchen weniger Strom.

Spannungsregler könnten den Verlust der Energie in Form von Hitze weiter reduzieren und die Effizenz steigern.

Das Display ist derzeit der stromhungrigste Komponente der tragbaren PCs. Viele Hersteller arbeiten daher an 14- und 15-Zoll-Displays, die nur drei Watt Strom benötigen.