Medienerziehung für Online-Kids ein Muss
Immer mehr und immer jüngere Kinder besitzen einen eigenen Computer. Bereits Kleinkinder wissen durch PC-Spiele, wie man mit einer Maus umgeht, mit dem Erlernen von Lesen und Schreiben wird zudem das Internet interessant.
Doch zahlreiche Internet-Seiten sind für den Nachwuchs nicht geeignet. Besonders Websites mit anstößige Inhalten wie Sex, Rassismus und Gewalt stellen eine Bedrohung dar. Doch auch von versteckten Dialern und Viren droht Gefahr.
Viele Eltern setzen daher auf Filtersoftware, die versucht, die geeigneten von den unpassenden Seiten zu trennen.
Doch die elektronischen Babysitter sind allein keine Lösung, auf Dauer macht nur eine umfassende Medienerziehung der Kids Sinn.
PC in jedem dritten Kinderzimmer
Die Kinder wachsen mit neuen Technologien ganz selbstverständlich
auf. Über die Hälfte der Sechs- bis 14-Jährigen haben einen eigenen
Fernseher im Kinderzimmer, ein Drittel einen eigenen Computer, knapp
die Hälfte besitzen ein Handy.
Die Zukunft der Netzwerk-KinderHälfte nutzt Filtersoftware
Einer Studie des Washingtoner Pew Internet and American Life Project zufolge nutzen 87 Prozent aller US-Teenager das Internet. Bei über der Hälfte [54 Prozent] der US-Familien ist bereits Filtersoftware im Einsatz.
73 Prozent der Eltern platzieren den Computer zudem in einem Gemeinschaftsraum wie dem Wohnzimmer, um dort das Online-Treiben ihrer Kids besser im Auge behalten zu können.
Fast zwei Drittel stellen feste Regeln auf, wann und wie lange im Internet gesurft werden darf.
Doch die elterliche Überwachung wird völlig unterschiedlich eingeschätzt: Während 62 Prozent der Erziehungsberechtigten glauben, einen Überblick über die Netz-Aktivitäten ihrer Kinder zu haben, sehen nur 33 Prozent der Teenager ihre Eltern über ihr Surfverhalten im Bilde.
Internet-Konsum von Kindern steigtMedienkompetenz gemeinsam erarbeiten
Viele Pädagogen lehnen den Einsatz von Filtersoftware ab, da diese oft nur wenig zufrieden stellend arbeitet. So werden oft Websites blockiert, die eigentlich keinerlei unerwünschte Inhalte aufweisen, da die Software die Seiten auf Grund von Schlüsselwörtern sperrt und den Kontext nicht berücksichtigt.
Auch arbeiten die meist von US-Firmen stammenden Filter nach den dort üblichen Moralvorstellungen und übertreiben es mit der Sex-Sperre, während Gewalt und Extremismus erstaunlich tolerant gehandhabt wird.
Experten raten daher, technische Schutzmaßnahmen wenn, dann nur ergänzend einzusetzen.
Wichtiger als jede elektronische Nanny ist die adäquate Medienerziehung durch die Eltern, die den verantwortungsvollen Umgang mit PC und Internet lehrt.
Zum Grundwissen sollte etwa gehören, dass persönliche Daten niemals an Unbekannte [Chat-Bekanntschaften etc.] weitergegeben werden dürfen.
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