Die Zukunft der Netzwerkkinder
Die Kinder von heute werden zur "digitalen Aufbaugeneration" der Zukunft: So lautet die Conclusio einer Studie, die das Hamburger Trendbüro im Auftrag der mobilkom austria über die "Netzwerkkinder", also jene Sechs- bis 14-Jährigen, die mit Handy, Internet, PC und Kabelfernsehen aufwachsen, durchgeführt hat.
Kommunikationsdienstleistungen werden zu einem zentralen Wert für die künftige Generation: Rund die Hälfte des Geldes, das für die Kleidung bestimmt ist, werde laut der Studie heute in solche Dienste gesteckt.
Dass bei solchen Quoten vor allem sozial Benachteiligte von den neuen Technologien ausgeschlossen sind, glaubt der Generaldirektor der Mobilkom, Boris Nemsic, jedoch nicht.
Es gebe dahingehend keine Kluft, meinte er und verwies auf statistische Erhebungen, wonach die Hälfte der Sechs- bis 14-Jährigen ein Handy besitze.
89 Prozent hätten außerdem Zugang zum Computer und in jedem dritten Kinderzimmer stehe bereits ein PC. Die Anschaffungspreise für Mobiltelefone seien in Österreich zudem "die niedrigsten in Europa".
Laut einer neuen Studie der Suchtforschungsgruppe an der Berliner Charite ist etwa jedes zehnte Kind in die Kategorie "suchtgefährdet" einzureihen.
Junge Power-User suchtgefährdetKids haben immer Plan B
Studienautor Peter Wippermann sieht eine flexible, aber auch sehr pragmatische Generation aufwachsen:
"Die Art, wie nach Lösungen gesucht wird, verändert sich. Netzwerkkinder haben immer einen Plan B. Wenn Plan A nicht funktioniert, switchen sie einfach zu einem neuen Lösungsmodell." Es scheint, als würden sie ihre Erfahrungen aus Internet-Spielen in den Alltag übertragen
Den Arbeitsplatz der Zukunft prognostiziert die Studie noch mobiler, die Grenzen zwischen Job und Freizeit heben sich auf. Das verlangt von der Netzwerkgeneration permanente Mobilität: Sie werden zu Jobnomaden. Die Trendstudie prognostiziert weniger Routinetätigkeiten - diese werden von digitalen Assistenten erledigt.
