Sprachwissenschaftler sehen SMS positiv
Sprachwissenschaftler können dem SMS-Boom durchaus etwas abgewinnen.
Das so genannte Simsen sei "eher positiv" zu sehen, sagte der Direktor des Instituts für Deutsche Sprache [IDS], Ludwig Eichinger, am Donnerstag bei der IDS-Jahrestagung in Mannheim.
Früher sei immer die Befürchtung geäußert worden, dass weniger geschrieben werde. "In Wirklichkeit schreiben durch den Computer wesentlich mehr Menschen. Wer nie einen Brief schrieb, schreibt heute eine Mail oder eine SMS."
Dass die SMS-Texte meist kurz sind, spiele dabei keine Rolle. Das passe einfach zu der Kommunikationssituation. Von einem Verfall der Sprache könne man deshalb nicht sprechen.
Wer allerdings nur SMS verfasse, werde vermutlich auch nie einen längeren Text lesen, sagte Eichinger.
Andere Länder, andere Handy-Sitten
