Chirac bringt französische Bücher ins Netz
Präsident Jacques Chirac will literarische Werke aus Frankreich digitalisieren und im Internet verfügbar machen.
Am Donnerstag hat Chirac die französische Nationalbibliothek mit der Planung beauftragt und rivalisert damit ein ähnliches Projekt der Suchmaschine Google in den USA.
Jean-Noel Jeannenney, der Leiter der Nationalbibliothek, hatte im Februar kritisiert, dass Google Werke in englischer Sprache bevorzugt und gleichzeitig gefordert, dass die EU ein entsprechendes Programm entwickeln müsse, um die Balance zu halten.
Das Google-Projekt umfasst die Bestände der Universitäten von Stanford, Harvard und Michigan, der Bodleian-Bibliothek in Oxford sowie Werke aus der öffentlichen Bücherei von New York. Über 15 Millionen Bücher sollen dabei eingescannt und über die Online-Suche zugänglich gemacht werden.
Google digitalisiert 15 Millionen BücherChirac sucht Unterstützer
In den kommenden Wochen will Chirac weitere europäische Länder als Unterstützer für sein Vorhaben gewinnen und so die wichtigsten Bücher Europas koordiniert ins Netz bringen.
Die Digitalisierungsarbeit für Google wird nach Schätzungen der damit betrauten Bibliothekare mindesten zehn Jahre benötigen. Die Digitalisierungskosten pro Buch werden auf etwa zehn Dollar geschätzt.
