"Virtual Case File" wird eingestampft
Die US-Bundespolizei FBI [Federal Bureau of Investigations] hat am Dienstag offiziell bestätigt, dass ihr 170 Millionen Dollar teures Software-Projekt "Virtual Case File" eingestampft wird.
Das Polizeiinformationssystem galt als wichtiger Bestandteil der Modernisierung der veralteten IT-Infrastruktur des FBI.
Die Entwicklung war jedoch von zahlreichen Pannen und Verzögerungen geprägt, die darin resultierten, dass nur zehn Prozent des Systems funktionstauglich waren.
Das "Virtual Case File" galt als dritte und letzte Phase der insgesamt 581 Millionen Dollar teuren IT-Reform. Am Monatg wurde weiters bekannt gegeben, dass die Gründe für das Scheitern des Projekts nun genauer untersucht werden.
Software-Chaos beim FBINoch drei Jahre und mehr Geld
FBI-Direktor Robert S. Mueller zeigte sich über den Ausgang dieses Projekts, für den er persönlich die Verantwortung übernahm, bestürzt, betonte jedoch, dass dies auch eine Chance sein könne.
Das FBI hoffe nun ein noch moderneres und flexibleres System zu entwickeln. Dafür werde man voraussichtlich weitere drei Jahre und noch mehr Geld benötigen.
Der Name "Virtual Case File" soll jedoch nicht beibehalten werden, weil er negativ behaftet sei.
