BBC schnuppert Morgenluft bei Downloads
Serien-Downloads boomen in Tauschbörsen und die ehrwürdige BBC lernte nun sowohl Kehrseite als auch die verlockende Möglichkeit dahinter kennen.
In einem Versuch hatte der britische Sender letztes Jahr die Distribution seiner Programme über ein P2P-Modell [Peer to Peer] namens Interactive Media Player [iMP] gestestet, bei dem User das TV-Programm noch acht Tage nach der Ausstrahlung über das Internet herunterladen konnten.
Ein offensichtlicher Fehler zeigt, dass das Modell durchaus Erfolg haben könnte. Obwohl neue Folgen der Sci-Fi-Serie "Dr. Who" erst in drei Wochen ausgestrahlt werden sollten, konnten Tausende Fans sie bereits über BitTorrent herunterladen.
Nicht klar ist, wie die Folgen ins Netz gelangen konnten, darüber gibt sich die BBC bedeckt.
Allein im letzten Jahr stieg die Nachfrage nach Serien im Web um 150 Prozent, so das Ergebnis einer Studie der Firma Envisional.
Download von TV-Serien boomtZusatzverdienst übers Netz
Es zeige aber, wie viel Nachfrage nach der Serie herrsche, versuchte ein BBC-Sprecher der Sache Positives abzugewinnen, auch noch 16 Jahre nach dem vorläufigen Ende.
Die BBC will ihren jährlich 120 Pfund zahlenden Sehern auch TV über IP anbieten, weitere Tests sollen im Laufe des Jahres folgen. Der Content soll dabei natürlich gegen unerlaubte Distribution abgesichert werden.
Aber auch der weltweite Verkauf der BBC-Programme scheint nicht mehr ausgeschlossen zu sein, deutete BBC-Chef Mark Thompson diese Woche an.
Damit würden nicht nur viel mehr potenzielle und interessierte Seher erreicht werden, auch ein neuer Weg des Zusatzverdienstes wäre damit erschlossen, meinte ein Sprecher des Senders.
"Dr. Who"Das Prinzip hinter iMP basiert auf Peer to Peer. Sobald ein Programm auf dem eigenen Rechner ist, kann es auch von anderen Usern herunter geladen werden. Allerdings bedarf es einer offiziellen "Freischaltung", um das Programm auch sehen zu können.
Infos zu iMP
