Lycos Europe weiter tiefrot
Lycos Europe hat 2004 weiter hohe Verluste gemacht. Der Fehlbetrag sank jedoch um 19 Prozent auf ein Minus von 45,5 Millionen Euro.
Der Umsatz von Europas fünftgrößtem Online-Portal stieg um 22 Prozent auf 103,8 Millionen Euro. Grund sei die Stärkung der Geschäftssparten Bezahldienste, Shopping und Internet-Zugang.
Auch im ersten Quartal 2005 wird Lycos Europe weiter deutliche Verluste schreiben. Am Ziel, 2006 die Gewinnschwelle zu erreichen, hält Unternehmenschef Christoph Mohn dennoch fest.
Für das laufende Quartal rechnet Mohn mit einem Nettoverlust von 9,9 Millionen Euro nach 11,9 Millionen Euro ein Jahr zuvor.
Lycos Europe - Investor RelationsDer Umsatz werde auf rund 30 [Vorjahr: 23,8] Millionen Euro steigen. Der Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen [EBITDA] werde bei 8,4 [9,7] Millionen Euro liegen.
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Bereits 2005 sollen die Kosten deutlich sinken, unter anderem durch Stellenabbau und die Verlagerung von 100 Arbeitsplätzen in die armenische Hauptstadt Eriwan, wo das Unternehmen Entwickler beschäftigt und seine westeuropäischen Internet-Server fernüberwacht.
Weitere 100 Stellen sollen ganz wegfallen, sodass die Beschäftigung auf 800 von derzeit 900 Mitarbeitern sinke. 2006 würden Kostensenkungen von 30 Millionen Euro voll ertragswirksam, prognostizierte Mohn.
Zum Erreichen der Gewinnschwelle soll außerdem ein "ganz erhebliches" Umsatzwachstum in den Geschäftsfeldern Internet-Zugang sowie Bezahldienste und Internet-Einkauf beitragen, das je zur Hälfte organisch und zukaufbedingt sei.
