Internet-Nutzung am Arbeitsplatz
Eine Untersuchung hat das Verhalten von 500 Angestellten am Arbeitsplatz in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Holland kategorisiert. Auch der Status der IT-Sicherheit in den Unternehmen wurde erfasst.
Die Studie wurde von Dynamic Markets im Auftrag des amerikanischen Security-Firma Websense durchgeführt. Die Datensätze bzw. Server-Logfiles stammen offenbar aus Unternehmen, die Produkte der Firma Websense einsetzen.
Im Datamining kamen drei Hauptnutzungstypen unterschiedlicher Größe zu Tage. 24 Prozent sind besonders versierte und ausdauernde Power-User.
Jeder Sechste von diesen - also etwa vier Prozent von allen - könne als "Download-DJ" bezeichnet werden, heißt es, wobei der Zusammenhang der Downloads mit der Arbeit zumeist nicht gegeben sei.
Privates Surfen im Internet am Arbeitsplatz rechtfertigt in Deutschland nicht zwangsläufig die fristlose Kündigung. Das gelte auch, wenn der Mitarbeiter pornografische Websites aufrufe, hatte das Landarbeitsgericht Kaiserslautern Anfang Jänner gesprochen. Erforderlich sei, dass der Arbeitgeber zuvor das Surfen zu privaten Zwecken ausdrücklich verboten und mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht habe.
Privates Surfen kein KündigungsgrundPragmatiker und Meider
Die mit 45 Prozent häufigste Gruppe sind Benutzer mit einem pragmatischen Zugang. Das Netz wird am Arbeitsplatz vornehmlich zur Recherche für Arbeit, aber auch für Freizeit genutzt.
Ein Drittel der Befragten [31 Prozent] wurde als "Light User" bestimmt, also Mitarbeiter, die das Internet nur gelegentlich nutzen oder überhaupt meiden.
Nicht ganz überraschend für die Studie eines Security-Unternehmens fand man schwere Sicherheitsmängel, sowohl bei Anwendern als auch in der Unternehmens-IT selbst.
15 Prozent aller Notebook-Nutzer hatten Spyware auf der Platte, 37 Prozent hatten überhaupt keine Sicherheitsvorkehrungen gegen irgendetwas getroffen.
Mitarbeiterkontrolle hält von Arbeit ab
