Ericsson meldet Rekordgewinn
Der schwedische Telekom-Ausrüster Ericsson hat 2004 mit einem Gewinn von umgerechnet 3,1 Milliarden Euro ein überraschend positives Ergebnis erwirtschaftet.
Als wichtigsten Grund nannte Konzernchef Carl-Henric Svanberg bei der Bilanzveröffentlichung am Donnerstag in Stockholm einen weltweit beispiellosen Anstieg bei der Anzahl von Handy-Nutzern. Der Umsatz stieg im Gesamtjahr 2004 um 12 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro.
Bruttogewinnspanne unter Erwartungen
Ericsson hat jedoch im vierten Quartal mit seiner
Bruttogewinnspanne die Erwartungen der Analysten verfehlt. Sie lag
bei 45,6 Prozent und damit unter den erwarteten 47,3 Prozent, wie
das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Handyabsatz steigt auf RekordniveauZudem war sie schwächer als im dritten Quartal, wo 47,1 Prozent erreicht worden waren. Im Vorjahr hatte die Marge bei 41,6 Prozent gelegen.
Verantwortlich dafür seien höhere Kosten bei UMTS-Telefonnetzen. Die Bruttogewinnspanne gibt an, wie sich die Kosten eines Unternehmen im Verhältnis zu seinen Umsätzen darstellen. "Das ist ein gemischtes Ergebnis, mit einer schwächer als erwartet ausgefallenen Bruttogewinnspanne. Aber es ist trotzdem ein starkes Ergebnis", sagte Helena Nordman-Knutson, Analystin bei Ohman.
Der Kurs der Aktie gab zum Handelsauftakt mehr als sechs Prozent nach.
