23.01.2005

HP

Regionalcodes für Druckerpatronen

Was bei DVDs seit Jahren Usus ist, hält nun auch bei Druckerpatronen Einzug.

Hewlett Packard [HP] hat im Sommer letzten Jahres damit begonnen, seine Druckerpatronen mit einem Regionalcode zu versehen.

Damit können beispielsweise in den USA günstiger erstandene Druckerpatronen nicht in neuen Druckern für den europäischen Markt verwendet werden, berichtet das "Wall Street Journal". Die integrierte Software erkennt die Druckerpatrone als nicht Regionskonform und verweigert den Dienst.

Damit wird den Käufern vor allem die Möglichkeit genommen, vom derzeit schwachen Dollar zu profitieren. Die US-Firmen ihrerseits profitieren natürlich von höheren Preisen auf anderen Märkten.

Profite aus dem Wechselkurs

HP argumentiert den Schritt damit, dass der Hersteller damit nicht ständig die Preise an neue Wechselkurse anpassen muss. Kim Holm, Vizechef von HPs zuständiger Zubehör-Abteilung, gab an, dass das Konzept möglicherweise auf die gesamte Tintendrucker-Linie ausgeweitet werden könnte.

Holm verteidigte zudem das Konzept, dass angesichts des ständig sinkenden Dollars Druckerpatronen in den USA konstant billiger als in Europa werden lässt. HP wolle damit kein Geschäft machen, wenn der Dollar wieder steige, sollen die Preise in Europa konstant bleiben - früher wurden die EU-Preise angehoben.

Allerdings weist das "Wall Street Journal" auch darauf hin, dass HP in Europa im letzten Quartal ein Umsatzplus von zehn Prozent verzeichnete, während in den USA ein Minus von 0,3 Prozent erwirtschaftet wurde.