20.01.2005

BESINNUNG

Sony sucht nach eigenen Innovationen

Sony ist für seinen ursprünglichen Schritt, bei seinen letztes Jahr vorgestellten Festplatten-Playern keine MP3-Unterstützung anzubieten, stark kritisiert worden.

Zwar wurde die Entscheidung mittlerweile revidiert, doch die zögerliche Anpassung an die veränderten Marktbedingungen dürfte den Hersteller einige Marktanteile gekostet haben. Dies gab im Jänner 2005 auch der Chef des Entertainment-Bereichs SCE, Ken Kuturagi, indirekt zu.

Kuturagi, Erfinder und damit Vater der Playstation, gab an, dass er und andere Sony-Mitarbeiter jahrelang frustriert waren, weil der Hersteller zögerte, Produkte wie etwa Apples iPod selber auf den Markt zu bringen. Demnach seien vor allem die Bereiche Film und Musik innerhalb des Konzerns auf der Bremse bei der Entwicklung solcher Produkte gestanden.

Nunmehr würden sich die einzelnen Bereiche wieder annähern und beginnen miteinander zu arbeiten, so Kuturagi weiter. "Wir werden erwachsen", so Kuturagi.

Die neue Handheld-Konsole von Sony, die PSP, soll laut Kuturagi neben der Spielefunktion auch eine globale Plattform für Musik und Filme werden.

In Zukunft könnte auch eine Handy-Funktion dazukommen, wenn die Käufer das verlangen. Wann allerdings die Film- und Musikindustrie auch Angebote für die PSP bereitstellt, wollte Kuturagi nicht sagen.

Sony gab zudem bekannt, dass die Prognosen für den zu erwarteten Gewinn für das dritte Quartal, dass das wichtige Weihnachtsgeschäft umfasst] um fast ein Drittel gekürzt werden.

Als Grund gab Sony einen unerwartet starken Preisverfall bei Fernsehern, DVD-Recordern und anderen Produkten der Unterhaltungselektronik an.