Sony Deutschland sieht "schwarze Null"
Nach einem Rekordverlust von 50 Millionen Euro in 2003 erwartet Sony Deutschland-Chef Wolfdieter Griess für das laufende Geschäftsjahr [31. März] eine "schwarze Null".
"Die Kosten gehen runter, die Marktanteile hoch", sagte Griess. Trotz der "guten" Entwicklung im operativen Geschäft wird der im März eingeleitete Umstrukturierungsplan Kosten in zweistelliger Millionenhöhe verursachen. "Sie werden aber drastisch unter denen des Vorjahres von 22 Millionen Euro liegen", sagte der Sony-Chef.
Die Kosten bei Sony seien seit dem Start der Umstrukturierung um einen "satten einstelligen Millionenbetrag" geschrumpft. Gleichzeitig betonte er, im Geschäftsjahr 2005 wolle Sony wachsen. Der Umsatz in vergangenen Geschäftsjahr schrumpfte um rund 10 Prozent auf etwa eine Milliarde Euro.
"Big-Bang liegt hinter uns"
Sony Deutschland hatte nach den massiven Verlusten 100
Beschäftigten betriebsbedingt gekündigt. "Wir behalten um die 600
Arbeitsplätze, der Big-Bang liegt damit hinter uns", sagt Griess.
Q3: Sony glaubt nicht an GewinnsteigerungProduktpalette wird gekürzt
Im kommenden Geschäftsjahr will Griess die Marktführerschaft im traditionellen Elektronik-Unterhaltungssegment [Audio- und Videoprodukte] zurückerobern.
"Derzeit liegen wir mit einem Anteil von 12,2 Prozent nur unwesentlich hinter dem Marktführer", sagte der Sony Deutschland-Chef. "Wenn der Trend anhält, könnten wir im nächsten Geschäftsjahr die gesamte Marktführerschaft übernehmen."
Im so genannten relevanten Markt, der neben Audio- und Videogeräten auch Computer und Laptops umfasst, sei der Marktanteil von 9,2 Prozent im Februar diesen Jahres auf 11,1 Prozent im August 2004 gestiegen.
Zudem betonte Griess, mit einer konsequenten Streichung nicht renditeträchtiger Produkte sei begonnen worden. Der Sony Deutschland-Chef will von rund 3.000 Produkten ein Drittel der Geräte von der Palette nehmen.
