PeopleSoft-Fusion kostet 5.000 Stellen
Der US-Softwarekonzern Oracle hat nach der Übernahme des kleineren Wettbewerbers PeopleSoft den Abbau von rund 5.000 Stellen des zusammengeschlossenen Unternehmens angekündigt.
Damit werde die Zahl der Beschäftigten auf insgesamt 50.000 sinken, teilte Oracle mit. Der Abbau betrifft etwa neun Prozent der in beiden Unternehmen Beschäftigten.
Der Konzern plane, mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter der PeopleSoft-Abteilungen Produktentwicklung und Produkt-Support zu behalten, hieß es weiter. Die weitere Unterstützung der PeopleSoft-Software war einer der größten Streitpunkte während des monatelangen Übernahmekampfes. Viele PeopleSoft-Kunden fürchteten, Oracle werde sie in Zukunft hängen lassen.
Oracle machte keine Angaben zu den finanziellen Einzelheiten. Sie werden bei einer Analystenkonferenz am 26. Jänner erwartet.
Oracle gewinnt Schlacht um PeopleSoftUnterstützung für PeopleSoft-Software
"Oracle wird die Ressourcen haben, um die Zusagen für Entwicklung und Support einzuhalten, die wir PeopleSoft-Kunden in den vergangenen Monaten gemacht haben", hieß es in einer Erklärung von Oracle-Chef Lawrence Ellison. Er hat für mindestens zehn Jahre die technische Betreuung der PeopleSoft-Programme versprochen.
Der Zusammenschluss stellt den US-Konzern Analysten zufolge jedoch vor allem bei der Zusammenführung der unterschiedlichen Software-Systeme vor technische Herausforderungen. Das Unternehmen will eine aus beiden Systemen kombinierte Software entwickeln.
Der Großteil der Personalkürzungen soll den Angaben zufolge innerhalb der nächsten zehn Tage abgewickelt werden. Allein am Hauptsitz von PeopleSoft in Pleasanton im US-Bundesstaat Kalifornien sollen Angaben der Stadt zufolge rund 900 von 3.500 Mitarbeitern ihre Stelle verlieren.
Standort soll gehalten werden
PeopleSoft war der größte Arbeitgeber in der Stadt. Oracle habe aber in Aussicht gestellt, dass die Niederlassung zu einem späteren Zeitpunkt wieder expandieren könne, so die Stadtverwaltung.
