Neuer Starttermin für "Zehn-Tonnen-Ariane"
Mehr als zwei Jahre nach dem Absturz der ersten "Zehn-Tonnen-Ariane" bei ihrem Jungfernflug soll Europas stärkste Trägerrakete am 11. Februar wieder starten:
Wie die Betreibergesellschaft Arianespace am Donnerstag in Paris bekannt gab, plant sie nunmehr für dieses Datum den Start von Ariane-Flug 164 im Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guyana.
Ein vermutlich letzter Test des Startsystems verlief demnach am Mittwoch erfolgreich, die dabei gesammelten Daten werden derzeit ausgewertet. Arianespace-Chef Jean-Yves Le Gall hatte zuletzt die Hoffnung auf "zwei oder drei" Starts der "Zehn-Tonnen-Ariane" im neuen Jahr geäußert.
Ihr Jungfernflug mit zwei Satelliten an Bord scheiterte in der Nacht auf 12. Dezember 2002, aus Sicherheitsgründen musste die Rakete nach wenigen Minuten mitsamt ihrer Nutzlast gesprengt werden.
Als Hauptursache stellten Experten Mängel im technisch abgespeckten Kühlsystem des deutlich verstärkten Antriebs fest. Das Desaster hat die europäische Raumfahrt in eine Krise gestürzt und den Zeitplan für alle anstehenden Starts über den Haufen geworfen.
Kommerzielle EU-Raumfahrt hebt abBeförderung von Doppellasten
Die neue Trägerrakete mit dem offiziellen Namen Ariane 5 ECA ist zur Beförderung besonders schwerer Doppel-Lasten ausgerichtet.
Nach einem 555 Millionen Euro teuren Programm peilten die Raumagentur ESA und Arianespace den ersten Flug der runderneuerten Ariane 5 ECA zunächst für Juni 2004 an. Schrittweise war dieser zunächst auf September, dann auf Oktober und November verschoben worden.
