Schlauestes Haus Europas in Barcelona
Von außen sieht es aus, wie jedes andere Haus einer gehobenen Wohngegend in Barcelona. Doch im Inneren des "Smart House" findet sich laut seinen Errichtern die fortschrittlichste Technologie für den Hausgebrauch in ganz Europa.
Das Haus reinigt sich selbst, passt sich automatisch Änderungen des Wetters an und hat einen niedrigen Energieverbrauch. Von Lampen über Jalousien, Dusche, zentralem Staubsauger, Sicherheitskameras bis zum Swimming Pool ist nahezu alles vernetzt und automatisiert.
Doch das zweistöckige Domizil mit Garten ist nicht nur eine weitere Designstudie, es muss sich im täglichen Leben "eNeo Labs Connected Home" einer vierköpfigen Familie beweisen.
In den USA und Japan entwickelt und testet man schon seit längerem die verschiedenen Smart-Home-Konzepte. Doch die europäische Industrie hat erst in den letzten Jahren ihr Interesse daran entdeckt. Vor allem die Wege des Energiesparens sind für Europa interessant.
Vier Samurai vernetzen den HaushaltStaubsauger in Sockelleiste
Eine Wetterstation am Dach misst die Temperatur und die Wetterbedingungen und kann so bei einsetzendem Regen etwa den Sprinkler abschalten oder den Pool abdecken oder die Markiesen ausfahren, wenn die Sonne scheint.
Im Inneren schalten sich die Lichter, wenn die natürliche Lichteinstrahlung hell genug ist, automatisch ab, um Energie zu sparen.
In die Sockelleiste des Boden sind kleine schwarze Öffnungen eingelassen, die als Staubsauger fungieren und auf Knopfdruck allen Staub in Reichweite aufsaugen. Auch ein Biomüll-Schlucker, der die Abfälle auf einen Komposthaufen im Garten weiterleitet wurde integriert.
Die Haustür sichert ein elektronisches Schloss und im gesamten Wohnraum sind Sicherheitskameras angebracht, so dass der Hausbewohner sein Eigen auch via Internet im Auge behalten kann.
Die Kosten für die Vernetzung des Eigenheims werden auf etwa ein Prozent der gesamten Baukosten beziffert. Die hersteller sind zuversichtlich, dass viele Bauherren bereit zu einer solchen Investition sind und schätzen, dass bis 2007 allein in Spanien 10.000 Haushalte vernetzt sind.
eNeoVordefinierte Abläufe
Auch an Unterhaltungselektronik wurde nicht gespart. Große TV-Bildschirme, die auf eine zentrale Festplatte mit Filmen, TV-Aufzeichnungen, MP3-Dateien und Fotos zugreifen können, sind über das gesamte Haus verteilt.
Die Familienmitglieder können im Haus per Knopfdruck vorprogrammierte Szenarien für "Aufstehen", "das Haus verlassen", "in den Urlaub fahren" oder "Film anschauen" auslösen. Diese aktivieren vordefinierte Abläufe.
Das "Guten Morgen"-Szenario schaltet das Radio ein, öffnet die Jalousien, lässt ein heißes Bad ein und startet die Kaffeemaschine. Aktiviert man "Film anschauen" werden die Lichter gedimmt, die Rollos heruntergelassen, der Anrufbeantworter und das TV-Gerät eingeschaltet.
