Weniger Spam-Mails für AOL-Nutzer
Der weltgrößte Internet Service Provider America Online [AOL] sieht sich in der Bekämpfung von Spam erfolgreich.
Demnach langten in den Mailboxen seiner Nutzer 2004 um rund 75 Prozent weniger Spam-Mails ein als noch im Vorjahr.
AOL-User erhielten im November durchschnittliche 1,6 Milliarden E-Mails täglich, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 2,1 Milliarden.
In den Spam-Foldern landeten davon rund 40 Millionen E-Mails täglich [November 2003: 100 Millionen]. Weiters wurde die Zahl der von vornherein blockierten Spam-Mails auf 1,2 Milliarden halbiert.
AOL will gegen jede Art von Spam vorgehen, "egal ob in Chaträumen, Mails oder über Instant Messenger". Deshalb wurde zuletzt auch ein Versender von Spam-Meldungen über Instant-Messaging-Systeme verklagt.
AOL klagt erstmals "Spimmer"Kleinere Netzwereke interessanter
Laut AOL-Sprecher Nicholas Graham realisieren die Spammer langsam, dass die meisten ihrer Nachrichten nicht durch die AOL-Spamfilter kommen und dass ihnen obendrein Klagen drohen.
Generell sehen Hersteller von E-Mail-Filtern den Trend, dass Spammer sich auf kleinere Netzwerke konzentrieren. Insgesamt kann man beim Spam-Aufkommen jedoch keineswegs von einer Verminderung sprechen.
AOL zählte im September dieses Jahres rund 22,7 Millionen Nutzer in den USA.
