Italienische Wind soll 13 Mrd. Euro kosten
Der italienische Stromriese Enel hat am Freitag das Angebot einer Investoren-Gruppe um den ehemaligen Fiat-Vorstandschef Cesare Romiti für die Übernahme der Telekommunikationstochter Wind abgelehnt.
"Das Angebot entspricht nicht den Erwartungen", hieß es in einer Presseaussendung. In diesem Jahr hatte Enel bereits ein Angebot von Romiti für Wind abgelehnt. Den Wert von Wind schätzt Enel auf mehr als zwölf Mrd. Euro, abgedeckt werden sollen über den Verkauf außerdem die Schulden.
Enel-Chef Paolo Scaroni hatte erst in diesem Monat erklärt, ein Käufer müsse die vollen 13 Mrd. zahlen. Analysten bewerten das Unternehmen jedoch nur auf vier Mrd. Euro. Der Kurs der Enel-Aktien stieg am Donnerstag auf den höchsten Stand seit drei Jahren.
Romiti hatte ein Konsortium aufgebaut, das den Angaben zufolge aus der ägyptischen Familie Sauari besteht, die das ägyptische Telekom-Unternehmen Orascom kontrolliert. Am Konsortium beteiligen sich auch Investment-Firmen, die von dem US-Finanzier Wilbur Ross und dem französischen Experten für privates Beteiligungskapital Philippe Nguyen geführt werden.
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