Fastweb will italienische Wind übernehmen
Der Mailänder Breitband-Anbieter Fastweb hat sich an der Übernahme von Italiens drittstärkstem Mobilfunkbetreiber Wind interessiert gezeigt.
"Die Übernahme von Wind ist eine Gelegenheit, die zahlreiche Synergieeffekte ermöglichen würde. Wir haben die Deutsche Bank beauftragt, dieses Thema zu vertiefen", sagte Silvio Scaglia, Geschäftsführer von Fastweb, nach Angaben der römischen Tageszeitung "La Repubblica".
Um die Übernahme zu finanzieren, sucht Fastweb nach Partnern. Wind könnte bis zu 12 Mrd. Euro kosten, schätzen die Experten. Mit 13,5 Mio. Kunden ist Wind der drittstärkste Fest- und Mobilfunkbetreiber in Italien.
8.700 Personen beschäftigt
Das Unternehmen unter Kontrolle des italienischen Stromriesen
Enel beschäftigt 8.700 Personen. Enel hatte in den letzten Monaten
öfters bekundet, sich aus dem Telekom-Geschäft zurückziehen zu
wollen. Enel, der Wind im Jahr 1997 gegründet hatte, wolle sich
ausschließlich auf den Strombereich konzentrieren, so Konzernchef
Paolo Scaroni.
Internationales Konsortium bietet für WindBörsegang verschoben
Wind hatte in den vergangenen Monaten wegen der Krise der Märkte den Börsegang verschieben müssen. In der vergangenen Woche hatte sich ein internationales Konsortium um den italienischen Großunternehmer Cesare Romiti an der Übernahme von Wind interessiert erklärt.
Fastweb erreicht mit seinen Breitbanddiensten 20 Prozent der italienischen Bevölkerung. Mit der Wind-Übernahme könnte Fastweb sein Geschäft wesentlich expandieren. Auf dem Konzern lasten jedoch Schulden im Wert von 800 Mio. Euro.
