15.12.2004

SICHERHEIT

Experten warnen vor Desktop-Suche

Nach Meinung von Sicherheitsexperten könnten sich auch Virenschreiber künftig die neuen Möglichkeiten der Desktop-Suche zunutze machen.

Da die Tools, wie sie von Google, Microsoft und Yahoo angekündigt bzw. bereits veröffentlicht worden sind, darauf ausgelegt sind, Informationen zu registrieren und kategorisieren, werden Virenautoren diese Technologie für ihre Zwecke ausnützen, meint Foad Fadaghi, Analyst bei Frost & Sullivan Australia.

"Die Desktop-Suche sammelt sehr effizient Daten und es würde deshalb alles andere als überraschend sein, wenn sich Viren-Schreiber diese Tatsache nicht zunutze machen. Jede Software, die Daten auf dem PC sammeln und registrieren kann, ist ein Ziel für Viren und Trojaner. Es ist nur eine Frage der Zeit", so Fadaghi.

Suche nach Musik, Videos und Kontakten

Nach Ansicht von Neil Campbell, Security-Manager beim IT-Sicherheitsspezialisten Dimension Data, schafft jeder Wechsel in der Desktop-Umgebung neue Sicherheits-Lücken. Virenschreiber würden deswegen noch nicht damit beginnen, die Desktop-Suche für ihre Zwecke auszunutzen, weil die neuen Tools noch zu wenig verbreitet seien.

Microsoft hat gestern die Beta-Version seiner Desktop-Suche zum Download bereitgestellt. Alle Desktop-Tools durchforsten die eigene Festplatte nach Stichwörtern in Worddokumenten, Excel-Tabellen, Outlook/Express-Mails.

MSNs Desktop-Suche sucht zusätzlich nach Kontakten und Terminen, Musik, Bildern, pdf-Files, Videofiles und ausführbaren Dateien, während Google auch nach Instant-Messaging-Inhalten und besuchten Websites Ausschau hält.