Yahoo-Logo ziert Unterhaltungselektronik
Suchmaschinen- und Portalbetreiber Yahoo bietet seit Montag Unterhaltungselektronik zum Verkauf an - unter eigenem Namen. Auf diesem Weg will das Unternehmen sich nicht nur auf den PCs, sondern auch in den Wohnzimmern seiner User niederlassen.
Die Produktlinie, die von Diamond Electronics hergestellt wird, umfasst unter anderem DVD-Player und Heimkino-Systeme. Portable DVD-, CD- und MP3-Player kosten dabei zwischen 70 und 100 Dollar und können Fotos speichern oder über den Fernseher Videos abspielen.
Die Heimkino-Systeme bestehen aus einem kombinierten DVD-, CD- und MP3-Player, vier Lautsprechern, Subwoofer und Verstärker und werden in zwei Qualitätsstufen für 200 und 270 Dollar angeboten.
Yahoo-ProduktlinieNach knapp einem Jahrzehnt Abstinenz steigt der Unterhaltungselektronik-Spezialist Philips wieder in die PC-Produktion ein. Letzte Woche hat der Hersteller zusammen mit dem britischen Händler Dixons sechs PC-Modelle vorgestellt, vier Desktop-Modelle und zwei Notebooks.
Philips produziert wieder ComputerWeg vom PC
Es ist nicht das erste Mal, dass Yahoo seinen bekannten Markennamen lizenziert. Bisher waren es jedoch vor allem PC-Accessoires, die das Logo des Suchmaschinenbetreibers tragen durften.
Der Vorstoß in den Bereich der Unterhaltungselektronik trägt bereits beim Video-Service und den Heimnetzwerk-Produkten von SBC Communications erste Früchte.
"Es ist Teil unser Marketing-Strategie, unseren Markennamen über Lizenzierungen weiter zu verbeiten", so eine Yahoo-Sprecherin. Sie verriet auch, dass die neue Produktlinie bereits im Herbst ohne großes Trara bei verschiedenen Online-Händlern eingeführt wurde, aber erst jetzt beworben werden soll.
Auch der IT-Dienstleister und Druckerspezialist Hewlett-Packard [HP] drängt mit neuen Produkten im Bereich der Unterhaltungselektronik auf den Markt. Der Konzern versucht mit Plasma- und Flachbild-Fernsehern in den Wohnzimmern der Konsumenten Fuß zu fassen und präsentierte im Sommer seine eigene iPod-Version.
HP begibt sich auf neuen BodenTrend in IT-Branche
Immer mehr IT-Firmen wollen am Unterhaltungselektronik-Kuchen, der lange Zeit von japanischen Firmen dominiert war, mitnaschen.
Doch die starke Nachfrage, standardisierte Komponenten und billige Produktionsmöglichkeiten in China machen es mittlerweile für fast jede Firma möglich, Produkte unter ihrem eigenen Namen zu verkaufen.
Der Erfolg ist jedoch nicht unbedingt vorprogrammiert. Zwei Sachen müssen Stimmen: die Marke und das Design.
Vor allem seitdem Apple etwa den Markt für digitale Musikplayer mit seinem iPod dominiert, sind die Design-Ansprüche der Konsumenten stark gestiegen. Gleichzeitig greifen auch immer mehr zu Billigmarken.
