26.11.2004

KLINGELING

Weihnachten ein Fest für Gameproduzenten

Alle Jahre wieder buhlen die Hersteller von Videospielen gerade rund um die Weihnachtszeit um die Aufmerksamkeit und das Geld der Gamer und ihrer geneigten Unterstützer.

Entsprechend häufen sich nun die Releases lange erwarteter Games wie "Halo 2", "Half Life 2", "GTA: San Andreas", "Metroid Prime: Echoes" und "Ratchet and Clank: Up your Arsenal".

All diesen Spielen ist gemein, dass sie die Fortsetzung bereits höchst erfolgreicher Games sind, und bis auf "HL2" erscheinen sie auf einer demnächst auslaufenden Konsolengeneration.

Für 2005 bzw. vielleicht auch 2006 wird die nächste Generation der PlayStation, Xbox und des GameCube erwartet. Für viele Spielefirmen sind die nächsten Monate damit wohl eine der letzten Möglichkeiten, mit den vorhandenen Systemen noch Geld zu verdienen.

Wirtschaftlicher Erfolgszwang

Entsprechend dieser letzten Chance dürften viele auf den kalkulierten Erfolg setzen, anstatt "Experimente" mit neuen Titeln zu wagen. Doug Lowenstein, Präsident des US-Branchenverbandes Entertainment Software Association, beschreibt die Zahl der Blockbuster-Sequels als "absolut ungewöhnlich".

Doch nicht für die Firmen sind Sequels oft ein Garant für wirtschaftlichen Erfolg, auch die Spieler wissen viel eher, was sie erwartet, und so wiederholt sich oftmals der Absatzerfolg des Vorgängerspiels. Microsofts "Halo 2" verkaufte sich am ersten Tag 2,4 Millionen Mal, Sonys "Jak 3" ging in den ersten Tagen 60.000 Mal über den Ladentisch.

Der Verkaufserfolg der Spiele bestimmt naturgemäß auch den wirtschaftlichen Erfolg der Hersteller. So konnte Activision dank "Spider-Man 2" und "Doom 3" im letzten Quartal einen Umsatz von 310,6 Millionen Dollar sowie einen Gewinn von 25,5 Millionen Dollar verbuchen. Im Vorjahresquartal war es noch ein Nettoverlust von 10,1 Millionen Dollar.

DS und PSP als Zwischenschritt

Während die anderen Konsolenhersteller wie Microsoft und Sony noch an ihren nächsten Schritten basteln, hat Nintendo mit dem portablen DS bereits einen Zwischenschritt gemacht.

Die Nachfrage beim Launch diese Woche war so groß, dass das Gerät bereits beim Verkaufsstart auf Grund der vielen Vorbestellungen ausverkauft war.

Doch auch Sony bereitet sich mit der PSP bekanntlich auf den Einstieg in die mobile Spielewelt vor. Die PSP soll allerdings erst im kommenden Jahr hier zu Lande auf den Markt kommen, in Japan will der Hersteller die Konsole aber noch rechtzeitig vor den Feiertagen zu den Händlern bringen.