Electronic Arts steigert Umsatz kräftig
Der weltgrößte Computerspielehersteller Electronic Arts [EA] hat im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal seinen Umsatz kräftig gesteigert. Allerdings blieb das börsenotierte Unternehmen beim Ausblick unter den Erwartungen der Branchenexperten.
Der Konzernumsatz kletterte im vergangenen Quartal [zum 30. September] um 35 Prozent auf 716 Mio. Euro. Der Gewinn stieg auf 97 Mio. Dollar oder 31 Cent pro Aktie nach 77 Mio. Dollar oder 25 Cent pro Aktie im Vorjahreszeitraum.
In Europa kletterte der Umsatz um 45 Prozent auf 210 Mio. Dollar.
Hauptumsatzbringer waren das Sportspiel "Madden NFL 2005" und die Familiensimulation "Die Sims 2", die seit dem Start Mitte September allein in Deutschland gut 350.000 Käufer fand und damit zum erfolgreichsten PC-Spiel überhaupt wurde.
"Die Sims 2" eine Million Mal verkauftWeihnachtsgeschäft in Europa
Im dritten Geschäftsquartal rechnet Electronic Arts nach eigenen Angaben mit einem Umsatz von 1,4 bis 1,475 Mrd. Dollar und einem Gewinn zwischen 1,16 und 1,26 Dollar je Aktie. Dies würde im besten Fall eine Stagnation im Vergleich zum Vorjahr bedeuten. Branchenexperten hatten für das neue Quartal mit einem Umsatz von 1,5 Mrd. Dollar gerechnet.
Im wichtigen Weihnachtsgeschäft wolle Electronic Arts in Europa den Umsatz des Vorjahres zumindest halten, sagte der Leiter des Zentraleuropa-Geschäfts, Jens-Uwe Intat, am Mittwoch. "In Deutschland hoffen wir, noch eins draufsatteln zu können, zehn Prozent Wachstum sollten drin sein."
Der europäische Markt verspreche auch künftig stärkeres Wachstum als im US-Markt, weil dort erst in rund sieben Prozent aller Haushalte ein Computerspiel vorhanden sei, während die Marktdurchdringung in Nordamerika schon bei rund 30 Prozent liege.
