Klagenfurt wird Infineons IT-Zentrale
Klagenfurt ist seit Mittwoch ein wichtiger Knotenpunkt für den Halbleiterhersteller Infineon. In der am Abend eröffneten Niederlassung im Lakeside Software Park nahe der Universität wird das weltweite EDV-Netzwerk des Konzerns gesteuert. Für Infineon-Vorstand Monika Kircher-Kohl ist Österreich mit diesem fünften Standort und der dritten Headquarter-Funktion "sehr gut positioniert".
In der rechtlich selbstständigen Infineon Technologies IT-Services in Klagenfurt wird der IT-Betrieb für die mehr als 100 Standorte des Unternehmens gesteuert. Zusätzlich wird man sich aber auch mit Forschung und Entwicklung im Bereich von IT-Software befassen.
Verglichen wurde die Verlagerung der IT-Servicefunktionen nach Klagenfurt mit einer "Operation am offenen Herzen". Denn der Betrieb müsse ohne Einschränkungen weiterlaufen. Daher wird auch ein Teil der Mitarbeiter aus Villach bzw. München nach Klagenfurt übersiedeln. Rund 20 bis 25 neue Jobs werden für Uni- und HTL-Absolventen zu haben sein.
Infineon schreibt wieder GewinnDrei Terabyte Daten pro Tag
"Infineon braucht maßgeschneiderte Lösungen, weil enorme Datenmengen zu bewältigen sind", sagte Infineon-Vorstand Reinhard Ploss.
Immerhin laufen die Datenströme zwischen 40.000 Computern, unter ihnen mehr als 4.400 Server - 300 davon für Datenbanken - rund um den Globus. Das Datennetz mit einem Tagesumsatz von drei Terabyte Daten sei so etwas wie das "Herzstück" Infineons, meinte Ploss.
Am neuen Standort werden vorerst 70 Mitarbeiter beschäftigt, später soll auf 100 aufgestockt werden.
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