Infineon schreibt wieder Gewinn
Nach drei Jahren drastischer Verluste hat der Chiphersteller Infineon das abgelaufene Geschäftsjahr wieder mit einem kleinen Gewinn abgeschlossen.
Mit einem Überschuss von 61 Millionen Euro nach einem Verlust von 435 Millionen Euro im Jahr zuvor sei er aber nicht zufrieden, so der neue Konzernchef Wolfgang Ziebart. Der Markt flaue bereits wieder ab. Daher müsse Infineon seine Kosten kontrollieren und die Produktivität steigern.
Im Geschäftsjahr 2003/04 [bis 30. September] profitierte Infineon vom allgemeinen Branchenaufschwung. Der Umsatz des Münchner Konzerns stieg um 17 Prozent auf knapp 7,2 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen [EBIT] betrug 256 Millionen Euro nach einem Verlust von 299 Millionen Euro im Vorjahr. Insgesamt hatte Infineon in den vergangenen drei Jahren zuvor Verluste von etwa 2,5 Milliarden Euro gemacht.
Schon im laufenden Quartal rechnet Infineon entgegen voriger Prognosen bereits mit einer rückläufigen Nachfrage in mehreren seiner Geschäftsbereiche und richtet sich auf einen Abschwung ein.
Infineon glaubt noch nicht an AbschwungVor Steuern und Zinsen [EBIT] verbuchte Infineon im vierten Quartal einen Gewinn von 113 Mio. Euro nach zwei Mio. Euro im Vorquartal. Hierin enthalten waren Wertminderungen und Belastungen aus dem seit längerem laufenden DRAM-Kartellverfahren in Höhe von 132 Mio. Euro.
Bereits im Vorquartal hatten Rückstellungen für das Verfahren von 186 Mio. Euro das Ergebnis belastet.
Der Überschuss ging im Jahresvergleich von 49 auf 44 Millionen Euro zurück. Analysten hatten im.Schnitt 145 Millionen Euro Gewinn erwartet. Der Umsatz stieg im Quartal um 13 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro.
