12.11.2004

WETTBEWERB

Microsoft hat keine Angst vor Firefox

Nur wenige Tage nachdem die Mozilla Foundation den Open-Source-Browser Firefox 1.0 zum Download freigegeben hat, meldet sich Microsoft zu Wort.

Bei einem Sicherheitsgespräch in Sidney betonte Ben English, Security-Produktmanager bei Microsoft, dass der Internet Explorer [IE] nicht unsicherer als andere Browser sei. "Weil der Internet Explorer allgegenwärtig ist, hört man auch viel mehr darüber", erklärte English.

Gleichzeitig verkündete English, dass der Internet Explorer derzeit einigen Code-Reviews unterzogen wird.

Weiters glaubt man bei Microsoft auch nicht, dass der Marktanteil des Internet Explorer durch Firefox in Gefahr sei.

Kein Bedarf für neue Funktionen

Auch durch zusätzliche Features in Firefox wie das "Tabbed Browsing", bei dem mehrere Seiten in einem Fenster angezeigt werden, fühlt sich Microsoft nicht bedroht.

"Ich glaube nicht, dass, nur weil ein anderes Produkt ein Feature hat, das wir nicht haben, dieses auch wichtig ist", erklärte Steve Vamos, Managing-Direktor für Australien.

Weiters sei man sich sicher, dass die Kunden es dem Unternehmen schon mitteilen würden, wenn sie sich neue Features für den Internet Explorer wünschen. Dennoch sei man sich bewusst, dass viele IE-Nutzer gar nicht alle Funktionen des Microsoft-Browsers kennen.

"Vielleicht müssen wir die zahlreichen Funktionen unseres Browsers einfach besser kommunizieren", so Vamos.

Firefox holt kontinuierlich auf

Im dritten Quartal hat Firefox bei der Nutzung von alternativen Browsern in Europa den

ersten Platz eingenommen, hat der Adserver-Betreiber Adtech ausgewertet.

Demnach surfen derzeit rund drei Prozent aller User mit Firefox im Netz, im August waren es noch 1,7

Prozent, während 2,82 mit Mozilla surften. Opera liegt demnach bei einem Prozent, Netscape bei 0,8

Prozent.

Damit liegen die alternativen Browser aber immer noch weiter hinter Microsofts Internet Explorer. Dieser kommt mit allen benutzten Versionen auf einen Anteil von rund 92,6 Prozent.